Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen

 

mirabal-sistersDer 25. November wird weltweit genützt, um gegen jede Form der Gewalt und Diskriminierung gegen Frauen aufzutreten. Warum genau dieser Tag ausgewählt wurde lässt sich anhand der traurigen Geschichte dreier dominikanischer Widerstandskämpferinnen erklären:

Anfang des 20 Jahrhunderts wurde die Dominikanische Republik von Raffael Trujillo beherrscht. Das Regime war von Brutalität und Massenmorgen geprägt. Drei Schwestern Patria, Minerva und Teresa Mirabal prägten den Widerstand gegen dieses Regime und mussten dafür am 25. November 1960 mit dem Leben bezahlen. Durch ihr Engagement und ihren unbeugsamen Widerstand haben die drei Schwestern maßgeblich zum Zusammenbruch der Diktatur und zur Demokratisierung ihres Landes beigetragen. 21 Jahre nach der Ermordung der Schwestern wurde der 25. November zum „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ aufgerufen, der von 101 Ländern aller Kontinente vor der UNO-Kommission ratifiziert wurde.

 

 

Gewalt hat viele Gesichter

Gewalt an Frauen äußert sich nicht unbedingt in körperlicher Gewalt. Sie hat viele Gesichter, jedoch immer ein Ziel: Der Wille des Opfers soll gebrochen und die Würde und Persönlichkeit eines Menschen herabgesetzt werden.

Physische Gewalt

Die aktive Gewaltanwendung d.h. körperliche Misshandlungen, war bis vor wenigen Jahren die einzige Wahrgenommene Form der Gewaltausübung. Sie beinhaltet, dass Frauen z.B. geschlagen, gewürgt oder getötet werden.

Sexuelle Gewalt

Diese Form der Gewalt umfasst alle sexuellen Handlungen, die den Frauen aufgezwungen wird, oder zu denen sie genötigt werden (Vergewaltigung, sexuelle Belästigung etc.). Besonders abartig ist, dass oft versucht wird, Frauen die Schuld an diesen Verbrechen zu geben.

Psychische Gewalt

Die verbale Machtausübung beinhaltet Beleidigungen, Beschimpfungen und/oder Drohungen. Diese subtile Form der Gewaltausübung ist oft schwer erkennbar, und auch von der Gesetzgebung stark vernachlässigt.

Soziale Gewalt

Viele Gewaltformen treten nicht alleine auf, sondern sehr oft in Kombination mit sozialer Gewaltanwendung, wie dem Entzug von Geld, oder Gebrauchsgegenständen (Auto etc.). Unter diese Kategorie fällt auch das finanzielle Abhängigmachen von Frauen, durch Zuteilung von „Taschengeld“ etc. (ökonomische Gewalt)

Strukturelle Gewalt

Ist die Benachteilung der Frauen in der Gesellschaft. Sie entsteht durch das Ungleichverhältnis der Geschlechter. Von Struktureller Gewalt wird gesprochen wenn Menschen so beeinflusst werden, dass ihre somatische und geistige Verwirklichung geringer ist als ihre potenzielle Verwirklichung. Gewalt ist das, was den Abstand zwischen dem Potenziellen und den Aktuellen vergrößert und die Verringerung erschwert.

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