Über die Schule. Eine Geringschätzung.

Dieses Gedicht ist aus einem 70er Jahre „junge Literatur in Österreich“ Buch, das ich euch nicht vorenthalten möchte.
Geschrieben wurde es von einem damaligen Schüler namens O. Wagner.

Chaplin konnte nie eine Schule besuchen
und Mark Twain drückte sich vor ihr.
Rousseau bildete sich selbst fort
während Musterschüler Kant
mit Schreckend und Bangigkeit
jener „Jugendsklaverei“ gedachte.
Gerhart Hauptmann hielt man für dumm,
weil er zweimal sitzen blieb.
Bedauloire verwies man wegen 
„undisziplinierten Verhaltens“
und Schopenhauer schrieb ein Spottgedicht.
Auch dem jungen Brecht drohte die Relegierung
(es gelang ihm übrigens nicht seine Lehrer wesentlich zu fördern)
G.B. Shaw konnte nicht lernen was ihn nicht interessierte
(sein Bildungsweg wurde durch den Schulbesuch unterbrochen).
Selbst Adenauer mogelte sich durchs Abitur
(wie viele andere auch)
Richard Wagner hingegen wurde ohne Reifezeugnis entlassen.
Später „Genie des Jahrhunderts“ genannt
quälte Einstein sich ab mit der Schule.

So verzweifelte Hesse, und so auch schätze ich sie gering.

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